BGN / Leitfaden Raumakustik

Geräuschkulisse in Gasträumen reduzieren
Ein genussvoller Gastronomiebesuch bedeutet für viele Gäste nicht nur ein schmackhaftes und qualitativ hochwertiges Essen, sie verbinden diesen in der Regel auch mit einer angenehmen Atmosphäre. Doch viele Gasträume weisen oft eine hohe Geräuschkulisse auf, die das gastronomische Erlebnis trüben können.
Zwar gehört für den Großteil der Gäste die in gut besuchten Gaststätten oft charakteristische Geräuschkulisse aus Gesprächsfetzen, Hintergrundmusik, dem Klappern von Geschirr und Besteck, Stühlerücken sowie den allgegenwärtigen Hintergrundgeräuschen von Elektrogeräten meist dazu. Übersteigt der Geräuschpegel allerdings ein als angenehm empfundenes Niveau, fällt es den Gästen schwer, untereinander Gespräche zu führen oder die Servicekraft zu verstehen. Besonders betroffen ist darüber hinaus das Personal, das dem Lärmpegel über mehrere Stunden hinweg ausgesetzt ist.
Schallschluckende Elemente platzieren
Abhilfe mittels praxisnaher Lösungen soll der Leitfaden „Raumakustik“ für Gaststätten sowie Kantinen der BGN schaffen. Dieser besteht aus vier Themenfeldern, die aufzeigen, wie Schall in Gasträumen entsteht und wie es gelingt, die Raumakustik dort zu verbessern – beispielsweise durch Stuhlgleiter oder dämpfende Unterlagen.
Oft lassen sich auch unkompliziert Raumelemente anbringen, die den Schall schlucken und damit bereits den Lärmpegel reduzieren. Eine veränderte Anordnung der vorhandenen Einrichtungen kann dem Leitfaden zufolge häufig ebenfalls dazu beitragen, lautere Bereiche von anderen Räumlichkeiten zu entkoppeln. Wenn sich die Maßnahmen nach baulichen Vorgaben richten müssen, sind auch einfache, rückbaubare Lösungen möglich. Verschiedene Fallbeispiele runden den Leitfaden ab.
Umfassende Vor-Ort-Beratung möglich
Auf Wunsch berät die Berufsgenossenschaft auch vor Ort in den Betrieben. Dabei macht sich der Experte gemeinsam mit dem Betreiber ein genaues Bild von den Gasträumen. Das Unterstützungsangebot reicht von einer Ersteinschätzung über konkrete Messungen im laufenden Betrieb bis hin dazu, umgesetzte Schritte zu bewerten und neue, weiterführende Maßnahmen zu entwickeln.
Dieses Beratungsangebot ist kostenlos und die aus dem Betrieb gezogenen Erkenntnisse werden als gute Beispiele aus der Praxis für andere Unternehmen veröffentlicht – auf Wunsch auch anonymisiert.




