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 |  Julia Auclair  |  Branchen-News

Rieber / Schulverpflegung

Per Scan erfolgt die papierlose Kommissionierung der GN-Behälter im Zuge des digitalen Mehrweg-Prozesses von Rieber und liefert so eine Echtzeit-Übersicht über Umläufe und Bestände. Foto: Rieber

Mehrwegpartner für die Ganztagsverpflegung

GastroSpiegel, 18.03.2026 – Mit dem geschlossenen und digital organisierten Mehrwegsystem nach GN-Standard bietet Rieber ab August Grundschulen, die dann ihrer Pflicht für die Ganztagsverpflegung nachkommen müssen, Unterstützung an.

Wenn die Grundschulen mit Beginn des neuen Schuljahres ab August die Mittagsverpflegung für die Schüler sicherstellen müssen, müssen sie sich neben der Speisenbereitstellung auch mit der in Deutschland geltenden Mehrwegangebotspflicht sowie dem EU-Verpackungsrecht Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) auseinandersetzen. Unterstützung dabei bietet der Mehrwegsystem-Hersteller Rieber an, dessen digital organisierte Mehrweglösung Zeit, Platz und Personalressourcen sparen kann – von der Abfüllung bis zur Ausgabe, inklusive Rücklauf und Dokumentation.

Fehler in der Logistik vermeiden

In der Praxis entstehen die meisten Fehler dort, wo es schnell gehen muss, weiß der Mehrwegsystem-Anbieter: Bei Befüllung, Zuordnung und Kommissionierung. Dabei kosten Zettelwirtschaft, Medienbrüche, Verwechslungen von Deckeln oder Behältern sowie fehlende Nachweise nicht nur Zeit, sondern auch Nerven und sorgen im Zweifel für Reklamationen. Abhilfe soll das standardisierte GN-Mehrwegsystem des Herstellers bieten, das jeden einzelnen Behälter eindeutig identifizierbar macht und damit Prozesse „scanbar“ und auditfähig.

Die Basis dieses Systems sind GN-Behälter aus lebensmittelechtem Edelstahl, die robust, hygienisch und spülprozessfest sind. Diese sind mit einem gelaserten QR-Code nach GS1 Digital Link versehen und ermöglichen so für jeden einzelnen Behälter das flexible Abrufen prozessrelevanter Informationen wie Rückverfolgbarkeit, Bestandsführung, Prozessnachweise und Informationsbereitstellung. Mithilfe des von Rieber entwickelten GN-Auto-Behälters und seinem konischen Design lässt sich zudem der Platzbedarf in der Lagerhaltung um bis zu 75 Prozent reduzieren. Darüber hinaus sind sie einfach und ohne Verkeilen entstapelbar und damit auch für automatisierte Prozesse geeignet, bis hin zur robotergestützten Bereitstellung.

Sechs Schritte im Mehrweg-Prozess

Ob automatisiert oder manuell: Der digitale Mehrwegprozess erfolgt in sechs Schritten. Zunächst werden an der GN-Fill-Station die Speisen portioniert und zugeordnet, wobei alle relevanten Informationen bis hin zu Liefer- und Zielinformationen angezeigt werden – auf Wunsch auch Allergene, Produktionszeit, Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum. Die vorhandene Warenwirtschaft lässt sich über Schnittstellen ebenfalls anbinden.

Im zweiten Schritt werden Behälter und Deckel an der GN-Cover-Station maschinell sicher verschlossen und eindeutig zugeordnet, wobei Verwechslungen laut Hersteller systemseitig verhindert werden und die Datenkette auditfähig bleibt.

Papierlos und HACCP-konform

Anschließend erfolgt die Kommissionierung papierlos per Scan vom Auftrag, der Tour oder dem Wagen. Das System meldet dabei die Vollständigkeit der Kommission, schließt Medienbrüche aus und liefert eine Echtzeit-Übersicht über Umläufe und Bestände. Während des Transports sichern digital vernetzte Thermoporte die HACCP-konforme Temperaturdokumentation bis zur Ausgabe – optional mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) mit sichtbarere Kerntemperatur-Indikation (auf 0,5 Grad genau) ohne manuelle Messung.

Die Regeneration und Ausgabe der Speisen erfolgt modular skalierbar für jede Gruppengröße, ohne Starkstrom, ohne Festwasseranschluss, ohne Abluft und ohne bauliche Maßnahmen. Die Einrichtungen können direkt starten und über den QR-Code sind die relevanten Regenerations- und Ausgabeinformationen am Einsatzort sofort abrufbar. Im letzten Schritt findet per Scan an der Spülstraße transparent und nachvollziehbar die Dokumentation von Rücklauf, Reinigung, Verfügbarkeit und Wiederbereitstellung statt. Mit diesem Prozess verbindet der Hersteller GN-Standard, QR-Identität und Prozesssoftware zu einer durchgängigen, digitalen Mehrweg-Prozesslösung.