Clean-Loop

Gastrogeräte-Wiederverwertungs-App kommt nach Deutschland
Während sich das österreichische Nationalteam mit Torhüter Alexander Schlager auf die Fußball-WM vorbereitet, greift das Start-up aus dem Alpenland schon jetzt in Deutschland in den Wettbewerb ein. Auf dem digitalen Marktplatz Clean-Loop können Unternehmen funktionierende Gastronomiegeräte sowie ungenutzte Reinigungsgeräte und -mittel kaufen und verkaufen. Das Ziel des Re-Use-Geschäftsmodells: Die Umwelt schonen und dabei Unternehmen helfen, Geld zu sparen. Nach dem Markstart in Österreich kann die App nun auch in Deutschland genutzt werden.
Zweites Leben für Gastro- und Reinigungsgeräte
Die digitale Plattform ermöglicht es Unternehmen, ungenutzte Reinigungsprodukte, genauso wie funktionsfähige Maschinen aus dem Gastronomiebereich und Verbrauchsmaterialien, die jährlich im Wert von Millionen in Unternehmen brachliegen, weiterzuverkaufen oder kostengünstig zu erwerben. „In vielen Betrieben lagern Produkte, die nicht mehr verwendet werden – sei es durch Lieferantenwechsel, Überbestellungen oder geänderte Anforderungen. Diese Ressourcen machen wir nutzbar“, sagt Roman Hörantner, Gründer und Geschäftsführer von Clean-Loop.
Die Motivation für das Re-Use-Geschäftsmodell basiert auf Hörantners jahrzehntelanger Erfahrung in der Reinigungsbranche. „Für viele Geräte in Hotellerie, Gastronomie oder Industrie benötigt es spezielle Reinigungsmittel, die bei einem Gerätetausch oder Lieferantenwechsel meist über Jahre ungenutzt in den Lagern zurückbleiben oder aber entsorgt werden, obwohl sie noch verwendbar wären“, weiß er und ergänzt: „Es ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch umweltfreundlich, solche Produkte halb voll oder ungebraucht zu entsorgen.“ Bedarf sieht Hörantner hier vor allem bei Jungunternehmern, die bei der Anschaffung von Spül- oder Waschmaschinen Budget sparen wollen und daher auf Second-Hand-Geräte setzen. Über die App finden Verkäufer und Interessente zusammen.
Vom grünen Rasen zum grünen Business
Dass Österreichs Nationaltorhüter Alexander Schlager als prominenter Investor mit an Bord ist, hat aus seiner Sicht gute Gründe: „Weil ich von der Idee von Beginn an begeistert war: Mir liegt sehr viel am Erhalt unserer Umwelt. Ich bin zu 100 Prozent vom Re-Use-Gedanken überzeugt und möchte einen Beitrag leisten“, sagt der Fußballprofi. Für den Investor ist das Modell mehr als nur ein Geschäftsansatz: „Im Leistungssport lernst du schnell: Erfolg entsteht nicht nur durch mehr Einsatz, sondern durch den smarteren Umgang mit Ressourcen. Und genau dieses Prinzip überträgt Clean-Loop auf eine ganze Branche.“ Das Ergebnis seien geringere Kosten, weniger Verschwendung und ein konkreter Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
Großer, aber fragmentierter Markt
Nach der erfolgreichen Etablierung in Österreich richtet das Unternehmen den Blick nun auf Deutschland – einen der größten Märkte Europas für Reinigungs- und Hygieneprodukte. Auch wenn der Markt als stark fragmentiert und preissensibel gilt, bietet er laut Mitteilung geeignete Voraussetzungen für ein Modell, das Kostenersparnis und Nachhaltigkeit verbinden soll. „Mit unserem Ansatz ‚Wiederverwenden statt Ressourcen verschwenden‘ wollen wir Betriebe und Privatpersonen zu nachhaltigem Handeln motivieren und diesen Schritt auch erleichtern“, erklärt Unternehmensgründer Hörantner. Neben ökologischen Vorteilen bringe der Handel mit Reinigungsprodukten aus zweiter Hand aber auch ökonomische Vorteile für alle Beteiligten: Verkäufer vermeiden, dass Maschinen oder Mittel in Abstellräumen und Kellern von Betrieben verkümmern. Zusätzlich könnten die Produkte in der Regel um rund 50 bis 70 Prozent günstiger als vergleichbare Neuware erworben werden.
Über Clean-Loop
Das im Frühjahr 2025 gegründete Unternehmen Clean-Loop Flex Co bietet eine Lösung für den Handel mit Restbeständen von Reinigungsmitteln und Gastrogeräten an. Die speziell entwickelte, kostenfreie App dient als digitale Plattform, um überschüssige Reinigungsprodukte effizient und sicher zu verkaufen und zu kaufen. Unter dem Motto „Verwenden statt entsorgen“ wird Wiederverwendung gefördert und Abfall reduziert.




